Aberglaube und Volksglaube in der Stickerei

 

Eine Anforderung, dessen Wurzeln Jahrhunderte zurück gehen, ist eine schön ausgeführte Rückseite der Stickerei. Unsere Urgroßmuttern glaubten, dass die Rückseite einer Stickerei, der Beweis für Qualitätsarbeit war.

Wenn die Leute beim Drehen der bestickten Arbeit ein Labyrinth von Knoten, verschlungenen Fäden sahen, wurde diese Stickerei stark kritisiert und verurteilt. Diese Stickerin wurde als schlechte Hausfrau verurteilt.

Immerhin glaubten unsere Vorfahren, dass schlampige Arbeit Zorn bei der Schutzpatronin Hl. Barbara auslösen konnte und die Meisterin der Schutz diese höhere Mächte verlieren würde. Daher waren die Stickerinnen mit der Frage, wie man eine ideale bestickte Arbeit schaffte sehr beschäftigt und ihre Bemühungen waren nicht umsonst. Bald hatten sie ein Niveau erreicht, bei dem die Rückseite der Stickerei mehr einem Wandteppich glich, der in einer ungewöhnlichen Technik hergestellt worden war.

Auch gab es einem weiteren starken Aberglauben bezüglich der Stickerei.

Eine Arbeit im Laufe eines Tages gestickt hatte einen hohen Wert. Unsere Vorfahren glaubten, dass das Handtuch, in der Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang des gleichen Tages gestickt, wahre Reinheit war. Diese Stickerei wurde in der Regel durch mehrere Meisterinnen auf einmal durchgeführt. Mit den ersten Sonnenstrahlen holten sie die Nadel und der letzte Stich wurde bei Sonnenuntergang durchgeführt.

Wenn sie es wirklich geschafft hatten ihre Arbeit rechtzeitig zu beenden, so wurde das Ergebnis einer solchen Kunst zu einem wahren Glücksbringer, die eine tödliche Krankheit abwenden konnte und sogar Katastrophen verhinderte.

Auch in den alten Tagen… vor die Ehe stickte ein Mädchen ihre Mitgift, 50-100 Handtücher. Diese dienten mehrere Zwecke, z. B. ein neugeborenes Baby wurde in ein Handtuch eingewickelt. Von dieser Handtuch-Talisman durfte man sich nie trennen.